Last Updated: August 31, 2026By Categories:

Strahlenschutzrechtlicher Rückbau & Freigabe

Im Rahmen eines Neubauprojekts wurde die nuklearmedizinische Abteilung eines Klinikums stillgelegt. Aufgrund des Umgangs mit Radiopharmazeutika war eine Freigabe gemäß § 31 ff. StrlSchV erforderlich. Die betroffenen Bereiche umfassten Patientenstationen, Labore, Lagerbereiche sowie eine Abwasserabklinganlage. Rückbau und Freigabe mussten parallel zum laufenden Klinikbetrieb und zu konventionellen Abrissarbeiten erfolgen.

Die Safetec GmbH übernahm die vollständige Planung, Koordination und Umsetzung des strahlenschutzrechtlichen Rückbaus und der Freigabe.

Es wurden objektspezifische Rückbau- und Messkonzepte entwickelt, um Kontaminationen durch kurzlebige Radionuklide sowie mögliche langlebige Verunreinigungen zu identifizieren und zu bewerten. Zum Einsatz kamen In-situ-Gammaspektrometrie, Oberflächenkontaminationsmessungen sowie laborbasierte Gamma- und Alpha-Spektrometrie.

Auf dieser Grundlage erfolgte die Bewertung der Materialien und Gebäudestrukturen sowie die Vorbereitung der Freigabe. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Abwicklung der Genehmigungs- und Freigabeverfahren. Hierzu gehörten die Vorbereitung der Unterlagen, die Abstimmung mit der zuständigen Behörde sowie die Herbeiführung der Freigabebescheide.

Eine besondere Herausforderung stellten der Rückbau und die Freigabe der Abwasserabklinganlage mit einem über sieben Stockwerke verzweigten Rohrleitungssystem dar. Hier wurde in enger Abstimmung mit Behörden und Sachverständigen ein geeignetes Mess- und Bewertungskonzept entwickelt und umgesetzt, welches eine Einzelfreigabe ermöglichte.

Insgesamt wurden über 5.500 m² Gebäudefläche sowie mehr als 50 Tonnen Material unter Einhaltung der strahlenschutzrechtlichen und behördlichen Anforderungen rückgebaut und freigegeben – parallel zum laufenden Klinikbetrieb und zu den Abbrucharbeiten.

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